Je mehr Messungen Sie aufzeichnen, desto besser! Da der Blutdruck jedoch ein sehr variabler Körperparameter ist, müssen die Ergebnisse nicht immer übereinstimmen. Um Ihren Blutdruck an mehreren Tagen zu vergleichen, sollten Sie den Blutdruck täglich unter ähnlichen Bedingungen messen. Messen Sie den Blutdruck beispielsweise eine Stunde nach dem Abendessen. Achten Sie darauf, dass Sie sich entspannt fühlen und nicht durch Ihre Umgebung abgelenkt sind.
Hier müssen wir zwischen Geräten für den Oberarm und für das Handgelenk unterscheiden.
Bei Oberarmgeräten sollten Sie zuerst herausfinden, an welchem Arm Sie höhere Blutdruckwerte erhalten. Dann sollten Sie Ihren Blutdruck an dem Arm überwachen, der die höheren Werte liefert.
Wenn Sie ein Oberarmmessgerät von aponorm® by microlife verwenden, ist die Standardmanschette geeignet für einen Oberarmumfang zwischen 22 bis 32 cm. Ist der Oberarmumfang größer als 32 cm, benötigen Sie die L-Manschette von aponorm® (für einen Umfang zwischen 32 und 42 cm). Ist Ihr Umfang kleiner als 22 cm, benötigen Sie die S-Manschette von aponorm® (für einen Umfang zwischen 17 bis 22 cm).
Die Handgelenkmanschette ist für einen Handgelenkumfang zwischen
13,5 bis 21 cm geeignet.
Sie können zu allen Oberarmgeräten auch eine Universal-Soft-Manschette in der Größe L-M (22-42cm) und eine Schalenmanschette L-M (22-46 cm) erhalten.
Die Handgelenkmanschette ist für einen Handgelenkumfang zwischen 13,5 bis 21 cm geeignet.
Nein! Handgelenkmessgeräte bestimmen den Blutdruck nach einer ganz anderen Methode, die an die physiologischen Bedingungen eines menschlichen Handgelenks angepasst ist. Dies kann nicht auf den Oberarm übertragen werden, selbst wenn die Manschette passen würde.
Die Manschette der Oberarmgeräte kann nur am linken oder rechten Oberarm angelegt werden. Beachten Sie bitte, dass der Umfang auf der Manschette dem Umfang Ihres Armes entspricht.
Selbst wenn die Manschette an anderen Stellen passen würde, beachten Sie bitte, dass die Geräte nur ausschließlich für den Oberarm bzw. das Handgelenk bestimmt sind und an anderen Stellen falsche Ergebnisse anzeigen würden.
Es ist sehr wichtig, dass sich die Manschette während der Messung in Herzhöhe befindet. Eine Position 10 cm höher als das Herz bedeutet eine Unterschätzung von 8 mmHg, 10 cm unter dem Herzen bedeutet, dass der Blutdruck 8 mmHg zu hoch angezeigt wird.
Wenn Sie mehrere Messungen nacheinander durchführen möchten, sollten Sie zwischen zwei Messungen mindestens 15 Sekunden warten.
"Weißkittel-Bluthochdruck" ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den Effekt, dass bei einem Patienten ein höherer Blutdruck gemessen wird, wenn die Messung von einem Arzt (in der Regel im weißen Kittel) oder einer Krankenschwester durchgeführt wird. Dieser Effekt entsteht, weil man bei solchen "offiziellen" Messungen oft nervös und aufgeregt und der Blutdruck daher dementsprechend höher ist. Das Problem ist, dass eine Person unter normalen Umständen vielleicht keinen zu hohen Blutdruck hat, jedoch aufgrund der Messung des Arztes Bluthochdruck diagnostiziert wird. Heimgeräte sind die beste Möglichkeit, um diesen "Weißkittel-Effekt" zu vermeiden. Einige Langzeitstudien haben nachgewiesen, dass Menschen mit höherem Blutdruck beim Arzt ebenfalls ein höheres Risiko zur Entwicklung von Bluthochdruck besitzen. Deshalb sollten diese Patienten ihren Blutdruck häufig überprüfen.
Patienten mit hohem Blutdruck sollten ihren Blutdruck selbst regelmäßig messen, da diese dem Arzt wertvolle Informationen über die Wirksamkeit der Behandlung liefert. Die Messungen sollten in einem Blutdruckpass notiert werden, wobei auch die Spalte "Kommentare" mit Beobachtungen wie folgt ausgefüllt werden sollte: Unwohlsein, Schwindelgefühl, Schlafstörungen, vergessene Einnahme von Medikamenten oder physische oder mentale Probleme. Es ist wichtig, dass Sie den Blutdruck immer am selben Arm oder Handgelenk morgens und abends zur gleichen Zeit messen. Sie sollten vorher nicht rauchen, Kaffee oder Alkohol trinken. Messen Sie Ihren Blutdruck nach einer 5-Minuten-Ruhepause im Sitzen und in einer ruhigen Umgebung. Achten Sie darauf, dass die Messung in Höhe des Herzens durchgeführt wird. Vergleichen Sie Ihre Messung mit der Messung Ihres Arztes und lassen Sie Ihr Blutdruckmessgerät (alle zwei Jahre) in Spezialgeschäften kalibrieren.
Die neu entwickelten Handgelenkgeräte messen den Blutdruck auch mit einer oszillometrischen Methode. Sie sind vollautomatisch: Sie pumpen die Druckmanschette automatisch auf und lassen den Druck nach der korrekten Zeitspanne automatisch wieder ab. Handgelenkgeräte messen den Blutdruck relativ zuverlässig, wenn sie korrekt verwendet werden.
Vollautomatische Fingergeräte, die den Blutdruck und die Pulsfrequenz am Zeigefinger messen, liefern häufig fehlerhafte Messwerte, da der Zeigefinger nicht ständig auf der Höhe des Herzens gehalten wird oder die kleinen Endabzweigungen der Arterien (Arteriolen) der Finger sich bei Kälte zusammen ziehen.
Der Blutdruck jeder Person hängt von verschiedenen Bedingungen ab. Er wird durch die körperliche Aktivität, durch die Tageszeit und Stimmung beeinflusst. Bei Stress und Belastung des Alltagslebens sind Abweichungen von 20 mmHg innerhalb von Minuten relativ normal. Aus diesem Grund können Personen, die ihren Blutdruck mit einem Heimmessgerät messen und mehrere Messungen aufzeichnen, durch diese Schwankungen verwirrt werden. Während Ärzte nur eine Messung zu einem bestimmten Zeitpunkt durchführen können, zeigt das Heimmessgerät den normalen Abweichbereich.
Die führenden Spezialisten in diesem Bereich empfehlen deshalb die Messung des Blutdrucks durch den Patienten zuhause mit einem Heimmessgerät. Wenn dies durchgeführt wird, muss unbedingt ein medizinisch zugelassenes Gerät verwendet werden. Alle Messgeräte wurden in enger Zusammenarbeit mit Ärzten entwickelt, um eine konstante Genauigkeit der von Patienten durchgeführten Messungen zu gewährleisten.

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